religionen

Haus Abraham Logo

Fronleichnam (kath.)

Seit dem 13. (teilweise heißt es auch 14. Jhdt) Jahrhundert feiern katholische Christen das „Hochfest des Leibes und Blutes Jesu Christi“. Die Bezeichnung ""Fronleichnam"" leitet sich vom mittelhochdeutschen vrône lîcham = des Herren Leib ab. Öffentliche Prozessionen machen den Glauben an die besondere Gegenwart Christi im Sakrament der Eucharistie für alle Welt sichtbar. Durch den Empfang dieses Sakraments werden die Christen
im übertragenen Sinne selbst zum Leib Christi.
Die Prozession mit dem eucharistischen Brot, eingefasst durch die sonnenförmige Monstranz (lat. monstare = zeigen), ist ein katholisches Hochfest. Entstanden ist Fronleichnam in Lüttich und wurde dort zum ersten Mal 1246 gefeiert. Keine zwanzig Jahre später hat es der aus Lüttich stammende Papst Urban IV. das Fest 124 für die ganze Kirche eingeführt. Leichnam bedeutet nicht ""toter Leib"", sondern Leib, Fron kommt aus dem Mittelhochdeutschen und bedeutet Herr. Köln ist die Stadt der ersten Fronleichnamsprozession, 1279 wurde hier das eucharistische Brot zum ersten Mal durch die Straßen getragen. Fronleichnam wird immer am zweiten Donnerstag nach Pfingsten gefeiert und spiegelt die Frömmigkeit der Menschen des Mittelalters wieder.

Eine zweite Wurzel des Festes sind die Flurumgänge, um die Felder bzw. Stadtviertel zu segnen. Deshalb macht die Prozession an vier Altären Halt, um alle Himmelsrichtungen abzuschreiten. Da es auch vier Evangelien gibt, wird an jedem Altar aus einem anderen Evangelium gelesen. Der Prozessionsweg wird mit Blumen und Bildern, Fahnen, Kreuzen und Heiligenfiguren geschmückt, Mädchen streuen Blumen, die Monstranz wird unter einem Baldachin, "Himmel" getragen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok