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Willkommen!

Abraham war für seine Gastfreundschaft bekannt. Das HAUS ABRAHAM lädt ein, für den gegenseitigen Respekt und das Selbstverständnis der Religionen wirksam zu werden. Es soll als Symbol für die Werte stehen, die unser Land und unsere Welt mehr denn je brauchen. Einen lebendigen Glauben ohne Herabsetzung des anderen sowie Offenheit und Toleranz ohne Preisgabe des eigenen Standpunktes.

Vielfalt FarbeArtikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen

Am 10. Dezember 1948, vor 70 Jahren, verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte „als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten“. Das war die bedeutendste internationale Übereinkunft seit dem zweiten Weltkrieg.

Zum Downloaden: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte

Haus Abraham unterstützt die Aktionen zu Vielfalt-0711 für Menschenrechte. Unter dem folgenden Link können Sie alle Informationen und Veranstaltungen zum Thema Menschenrechte in der Zeit vom 10. November bis 10. Dezember 2018 einsehen: 0711Menschenrechte.

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Veranstaltung

Michael Blume – Warum bedroht Antisemitismus die Menschenrechte?

Donnerstag, 22. November 2018, 19.00 Uhr
im Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart

 Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg
und seit Anbeginn Mitglied im Haus Abraham e.V.:

Warum bedroht Antisemitismus die Menschenrechte?

Der freiheitliche Rechtsstaat basiert auf der Übereinkunft zu freiheitlichen Regeln, die allen Menschen gerecht werden. Aus diesem Vertrauen auf eine wohlwollende Gemeinschaft und eine gerechte, ordnende Instanz gründet sich auch die Idee der allgemeinen Menschenrechte.

Im Weltbild von Antisemiten jedoch herrscht keine gute Macht und kein Grund für ein Vertrauen in die Welt, sondern eine böse Superverschwörung, zu der dann außer Juden, beziehungsweise „Zionisten“, auch immer Demokraten, Justiz und Medien sowie weitere ethnische und religiöse Minderheiten zugerechnet werden. Antisemiten sehen daher im Einsatz für Menschenrechte letztlich das Werk von Verschwörern, die für ihre eigenen Interessen sich lediglich der Menschenrechtsidee bedienen. Antisemiten bedrohen daher die gesamte Gesellschaft und den demokratischen Rechtsstaat. Damit greifen Sie auch die Institutionen an, die die Menschenrechte bewahren und erhalten.

Es gilt also, das Phänomen des Antisemitismus als System aus Verschwörungsmythen zu erkennen. Denn dann können wir endlich auch wieder nicht-rassistisch und positiv bestimmen, was überhaupt mit „Semitismus“ gemeint ist: Wir kennen den Begriff Antisemitismus – aber mit dem positiven Begriff Semitismus verbinden wir nichts. Dabei hat er einen biblischen Ursprung: Sem war der Sohn Noahs. Auf seinen Bund mit Gott gehen Juden, Christen und Muslime zurück. Wir sollten also nicht nur auf das Negative schauen, sondern uns auch positiv mit der Tiefe der Bibel beschäftigen. Über Sem haben sich die monotheistischen Religionen entfaltet – und Kinder des Noah, Geschwister des Sem sind letztlich alle Menschen. Menschen aller Völker, Kulturen und Religionen können sich als Semiten oder als Antisemiten verstehen und verhalten.

Wir freuen uns, dass Herr Blume auch in seinem neuen Amt Zeit für einen Vortrag bei uns im Haus Abraham hat.

Diese Veranstaltung ist auch eingebunden in Reihe der Veranstaltungen zum 70. Jahrestag der Unterzeichnung der Menschenrechtscharta am 10.12.1948. Unter dem Motto VIELFALT - 0711 für Menschenrechte wird es zahlreiche Veranstaltungen vieler Organisationen in Stuttgart geben, mehr dazu unter 0711 Menschenrechte

 Michael Blume 2018 CopyrightLandBW

© Staatsministerium Baden-Württemberg

 Kurzvita Dr. Michael Blume:

- Dr. Michael Blume arbeitet seit 2003 im Staatsministerium.
- 2007 Gründungsmitglied Haus Abraham e.V.
- Im Juni 2010 übernahm er die Leitung der Stabsstelle der Staatsrätin für in-terkulturellen und interreligiösen Dialog sowie gesellschaftliche Werteentwicklung.
- Er war von März 2015 bis Juli 2016 für die Leitung der Projektgruppe „Son-derkontingent für besonderes schutzbedürftige Frauen und Kinder aus dem Nordirak“ verantwortlich.
- Seit August 2016 ist er Leiter des Referats für „Nichtchristliche Religionen, Werte, Minderheiten, Projekte Nordirak“ im Staatsministerium.
- Im März 2018 wurde er zum Beauftragten des Landes Baden-Württemberg gegen Antisemitismus ernannt
- Dr. Michael Blume ist verheiratet und Vater von drei Kindern.

Eintritt frei, um Spenden wird gebeten

 

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