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VIELFALT - 0711 für Menschenrechte

Vielfalt FarbeArtikel 1: Alle Menschen sind frei und gleich an Würde und Rechten geboren. Sie sind mit Vernunft und Gewissen begabt und sollen einander im Geist der Brüderlichkeit begegnen

Am 10. Dezember 1948, vor 70 Jahren, verkündete die Generalversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte „als das von allen Völkern und Nationen zu erreichende gemeinsame Ideal, damit jeder einzelne und alle Organe der Gesellschaft sich diese Erklärung stets gegenwärtig halten“. Das war die bedeutendste internationale Übereinkunft seit dem zweiten Weltkrieg. Zum Downloaden: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte
Haus Abraham unterstützt die Aktionen zu Vielfalt-0711 für Menschenrechte. Unter dem folgenden Link können Sie alle Informationen und Veranstaltungen zum Thema Menschenrechte in der Zeit vom 10. November bis 10. Dezember 2018 einsehen: 0711Menschenrechte.

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Dr. Michael Blume - Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg

Dr. Michael Blume, Gründungsmitglied des Hauses Abraham, wurde zum Antisemitismusbeauftragten des Landes Baden-Württemberg ernannt.

Haus Abraham graruliert Herrn Dr. Blume zu dieser Ernennnung ganz herzlich und freut sich sehr über diese gelungene Wahl der Landesregierung.

"Ich möchte meine heutige Rede der Macht des Dialoges und dem Gedenken an Meinhard Mordechai Tenné widmen", sagte Dr. Michael Blume in seiner Antrittsrede am 25. April 2018 an der Hochschule für jüdische Studien Heidelberg.

Die vollständige Rede "Was ist Antisemitismus- und warum muss man ihn besonders bekämpfen?" können Sie unter dem folgenden Link herunterladen: Antrittsrede Michael Blume.     Sollten Sie die Rede als Video ansehen wollen, können Sie dies auf den Seiten des Staatsministeriums mit folgendem Link: https://stm.baden-wuerttemberg.de/de/service/presse/meldung/pid/antisemiten-bedrohen-uns-alle/.

Extremismus-Prävention-Workshop

In Zusammenarbeit mit INSIDEOUT und dem Dillmann-Gymnasium veranstaltete das Haus Abraham einen Extremismusworkshop für Schüler und Schülerinnen am 30.11.2017

Am 30.11.17 fand im Dillmann-Gymnasium mit Schüler*innen (SuS) der Abitursklassen ein Workshop von INSIDEOUT zur Extremismusprävention statt, an dem vorwiegend christliche SuS des Dillmann-Gymnasiums und muslimische SuS der BIL-Schule teilnahmen. Zur Verfügung stand eine Doppelstunde, i.d.Regel geht dieser Workshop jedoch über ca 3-4 Stunden.

Die Schüler*innen wurden in fünf Tischgruppen aufgeteilt und mussten bereitliegende Westen anziehen, um das Wir-Gefühl in der Gruppe zu stärken. Die beiden Workshopleiter trugen weiße Arbeitskleidung, um ihre Autorität zu verstärken.
Die Idee war, dass die Jugendlichen, ohne dass sie es merken, mit Denkweisen und Argumenten extremer Gruppen konfrontiert wurden. Sie sollten zu moralisch bedenklichen Handlungen bewegt werden, geködert durch einen eventuellen Gewinn von 500 Euro zum Ende des Spiels (Die Spielleiter vergaben den Gruppen Punkte). Das präventive Ziel war eine Sinnesschärfung für Beeinflussungen mit anschließender Selbstreflexion (Nein sagen können). Anhand verschiedener Entscheidungssituationen, in die sie gestellt wurden, wurde ihnen klar, wie leicht sie manipuliert werden können.
Eine Situation als Beispiel: Fünf Arbeiter stehen auf einem Gleis und ein Zug nähert sich. Du siehst einen dicken Mann, der neben dir auf der Brücke steht. Der Zug würde die fünf überfahren. Du könntest den Dicken von der Brücke stoßen, den Zug zum Stoppen bringen und fünf Menschenleben retten. Was tust du? Die Anschlussfrage bei „Nein“, also den Mann nicht herunterstoßen, lautete: Du weißt von Fahndungsfotos, dass der Mann neben dir ein gesuchter Kinderschänder sein soll. Was würdest du tun? Die Gruppen mussten sich auf ein Mehrheitsvotum einigen, was zu heftigen Diskussionen führte.
Fazit dieses und anderer Spiele: Die SuS sollten erkennen, wie einfach Radikalisierung durch Gedanken- und Handlungsbeeinflussung stattfinden kann.

Schülermeinungen:

1) Interessanter Ansatz. Erschreckende Beeinflussungsmechanismen.
2) Erinnert an „Die Welle“. Man konnte sehen, wie leicht man beeinflussbar ist.
3) Auswertungsphase hätte etwas ausführlicher sein können.
4) Es war ja nur ein Spiel.

Beitrag von Helga Lorenz (Lehrerin am Dillmann-Gymnasium und Vorstandsmitglied Haus Abraham)

Seit unserem Projekt im Dillmann-Gymnasium ist schon einige Zeit vergangen. Ich möchte mich noch einmal sehr herzlich für die Einladung zu diesem gemeinsamen Termin bedanken. Gerne gebe ich Ihnen das außergewöhnlich positive Feedback über diese Veranstaltung weiter: Meine Schüler waren beeindruckt von den dort gemachten Erfahrungen.
Eine Schülerin meinte, der Workshop habe bisher alle ihre Erfahrungen aus dem Unterricht bei Weitem übertroffen!  Diese Einschätzung einer außerunterrichtlichen Situation ist überaus erfreulich und ermutigt mich, das Projekt weiterzuführen. Haben Sie dafür noch einmal vielen Dank für die Anregung und Kooperation.


Beitrag von Erwin Krich (Lehrer an den BiL-Schulen)

 

Bilder von Eva Haag (Vorstandsmitglied Haus Abraham)

        

 

           

 

             

 

      

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