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Wie kann islamische Theologie dem Hass auf Juden und Israel entgegenwirken?

Donnerstag, 28. Juni 2018 19:00 Uhr
im Kupferbau, Hörsaal 25
Hölderlinstraße 5, 72076 Tübingen

 

Prof. Dr. Bassam Tibi

Professor Emeritus for International Relations, University of Goettingen, Institute for Political Science

Wie kann islamische Theologie dem Hass auf Juden und Israel entgegenwirken?

Eine über die Tagespolitik hinausgehende islamische, positive Sicht gegenüber Juden und Israel erfordert eine theologische Reform anzustreben, die anderen Religionen gleichen Rang im Rahmen von Religionspluralismus auf Augenhöhe mit dem Islam gewährt. Tibi hat diese Forderung im jüdisch - christlich - islamischen Trialog gestellt. Ohne eine arabische Anerkennung des Staates Israel kann es niemals einen Frieden im Nahen Osten geben. Was muss hierfür geleistet werden? Saudi Arabien ist bereit aus machtpolitischen Gründen (Frontbildung gegen Iran) Israel anzuerkennen. Das ist aber zu wenig, weil ein Existenzrecht vorrangig ansteht. Hierfür müssen politisch-, kulturelle- Voraussetzungen erfüllt werden. Deswegen fokussiert der Vortrag auf folgenden Widerspruch: Der jüdische Historiker Bernard Lewis stellt fest, dass es eine jüdisch - islamische Symbiose im islamischen Spanien gegeben hat. In Tibis Forschung am Center for Advanced Holocaust Studies und in den Arabischen Ländern stellt er jedoch dagegen einen islamistischen Antisemitismus fest. Was stimmt?

Bassam Tibi ist sunnitischer Muslim, er ist ein deutscher Politikwissenschaftler syrischer Herkunft. Als Kind lernte er bis zu seinem sechsten Lebensjahr den kompletten Koran auswendig zu rezitieren, womit er sich das Prädikat Hāfiz erwarb. 1962 kam er nach Deutschland und studierte ab 1965 Sozialwissenschaft und Philosophie – unter anderem bei Max Horkheimer und Theodor W. Adorno – sowie Geschichte an der Universität Frankfurt am Main, wo er 1971 mit seiner Dissertation Nationalismus in der Dritten Welt am arabischen Beispiel promoviert wurde. Von 1973 bis 2009 war er Professor für Internationale Beziehungen an der Georg-August-Universität Göttingen, hatte darüber hinaus zahlreiche Lehr- und Forschungsaufenthalte an ausländischen Hochschulen und wurde über Buchveröffentlichungen und Medienauftritte vor allem in Deutschland auch einem breiten Publikum als Experte für die Arabische Welt und den Politischen Islam bekannt. Er hat 1991 den Begriff des Euro-Islams und 1998 den der Leitkultur geprägt und eingeführt. Er warnt vor einem Wiederaufleben des Antisemitismus.

Die Veranstaltung findet in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft Region Stuttgart e.V. und der israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg statt.

Veranstaltungsort: Kupferbau, Hörsaal 25, Hölderlinstr. 5, 72076 Tübingen

Wir freuen uns über eine Spende

 

 

 



Stuttgarter Kirchenkreistag im Paul-Gerhardt-Zentrum

Samstag, 30. Juni 2018 10:00 Uhr
im Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart

 

Vorankündigung:

Im Rahmen des Stuttgarter Kirchenkreistages findet im Paul-Gerhardt-Zentrum eine Veranstaltung des Hauses Abraham statt. Genauer Titel folgt baldmöglichst.

Das Programm des Kirchenkreistages im PGG wird am Mittag durch "Trimum" gestaltet und zum Abschluß gibt es noch einen Glockenspaziergang durch den Stuttgarter Westen.

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Alle Menschen sind herzlichst eingeladen.


Michael Blume - Warum bedroht Antisemitismus die Menschenrechte?

Donnerstag, 22. November 2018, 19.00 Uhr
im Paul-Gerhardt-Gemeindezentrum
Rosenbergstr. 192, 70193 Stuttgart

 

Michael Blume, Antisemitismusbeauftragter des Landes Baden-Württemberg und seit Anbeginn Mitglied im Haus Abraham e.V.:

Warum bedroht Antisemitismus die Menschenrechte?

 

Wir freuen uns, dass Herr Blume auch in seinem neuen Amt Zeit für einen Vortrag bei uns im Haus Abraham hat. Notieren Sie sich den Tag, Genaueres erfahren Sie baldmöglichst auf dieser Homepage und/oder durch unseren Newsletter.


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