Eine jüdische Frau des 17. Jahrhunderts erzählt ihr Leben
Samstag, 13. Januar 2024 um 17:00Uhr
Evang. Bildungszentrum Hospitalhof
Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
Glikl von Hameln:
Eine jüdische Frau des 17. Jahrhunderts erzählt ihr Leben
„Ich schreibe euch dieses nicht zur Belehrung, sondern,
wie schon erwähnt, um mir in den langen Nächten die
melancholischen Gedanken damit zu vertreiben. So viel
mir bewußt ist und so viel es sich tun läßt, will ich
beschreiben von meiner Jugend an, was mir noch
eingedenkt ist, was passiert ist.“ Glikl von Hameln
Referentin: Dr. Ulrike Offenberg, Rabbinerin der Jüdischen
Gemeinde Hameln und der Liberalen egalitären Gruppe Stuttgart, wird
diese ungewöhnliche Frau und ihre Lebenswege vorstellen
Nachdem sie - Glikl von Hameln - Witwe geworden war, setzt sich die zwölffache Mutter hin und schreibt ihre Lebensgeschichte. Mit zwölf verlobt, mit vierzehn verheiratet vollzieht sich ihr Leben zwischen Hamburg, Hameln und vielen mitteleuropäischen Städten, in die ihre Handelsreisen oder die Verheiratung ihrer Kinder sie führen. Nach dem Tod ihres Mannes führt sie die Geschäfte selbständig weiter. Sie beschreibt das jüdische Leben in der voremanzipatorischen Zeit, die mit dem falschen Messias Sabbatai Zwi verbundenen Hoffnungen, Flucht vor der Pest, die spannungsreichen Beziehungen mit der christlichen Umgebung. Ihre Memoiren sind ein seltenes Dokument der Sozialgeschichte jüdischer Frauen.
Die Egalitäre Gruppe der IRGW, das Forum jüdischer Bildung und Kultur e.V., Haus Abraham e.V. und der Hospitalhof laden herzlich ein.
Keine Teilnahmegebühren - Spenden werden gerne angenommen
gefördert von:



